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Bundesweite Kontrollen: Aktionstag nimmt Güterverkehr in den Blick

Stübgen: Transportgewerbe hat hohe gesellschaftliche Bedeutung, Sicherheit daher im Interesse aller

- Erschienen am 27.03.2024

Potsdam – Die Sicherheit im Güterverkehr ist das Thema eines bundesweiten Aktionstages am 17. April. Bei der bundesländerübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher. mobil. leben“ steht das Transportgewerbe im Mittelpunkt, teilte der IMK-Vorsitzende, Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen heute in Potsdam mit. Brandenburg gestaltet den Aktionstag als Vorsitzland der Innenministerkonferenz federführend mit. 

Stübgen: „Steigender Wettbewerb und Termindruck im Transportgewerbe sind unter anderem Ursachen für übermäßig lange Arbeits- und Lenkzeiten und minimale Ruhezeiten. Das führt häufig zur Übermüdung der Fahrer. Dazu kommen technische Mängel an Fahrzeugen sowie mangelnde Ladungssicherheit. Die Folgen sind nicht selten schwere Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterfahrzeugen, oft mit dramatischen Folgen für Mensch, Infrastruktur und Gesellschaft. Der bundesweite Verkehrssicherheitsaktionstag fokussiert auf die Herausforderungen und Probleme im Transportgewerbe, denn der Güterverkehr ist von einer hohen gesamtgesellschaftlichen Bedeutung.“

Bundesweit gibt es am 17. April verstärkte Kontrollen und Präventionsaktionen der Polizeien der Bundesländer mit verschiedenen Aktionspartnern unter dem Motto „Güterverkehr im Blick“. Es werden dabei ca. 4.000 Polizeikräfte an ca. 500 Kontrollorten im Einsatz sein. Die Polizei in Brandenburg wird bereits am Montag, 15. April im südlichen Bereich von Berlin zum Schwerpunkt Fahrtüchtigkeit kontrollieren sowie eine erste Kontrolle im gewerblichen Personen- und Güterverkehr entlang der Bundesautobahn 2 durchführen. Eine weitere Kontrolle findet am Dienstag, 16. April mit Ausrichtung auf die Themen „Ablenkung und Abstand“ im Bereich der Bundesautobahn 13 statt.

Die abschließende Hauptaktion findet Mittwoch, 17. April an der Bundesautobahn 24 statt. Die Kontrollen der Brandenburger Polizei werden durch weitere Kontrollbehörden unterstützt und durch verschiedene Präventionsangebote begleitet. Dazu werden Vertreter des Bundesamtes für Logistik und Mobilität, des Zolls, der Berliner Polizei, des Deutschen Verkehrssicherheitsrates der Autobahn GmbH des Bundes, und des Vereins Hellwach mit 80 km/h (in Kooperation mit der Bundesgenossenschaft Handel und Warenlogistik) gemeinsam für Verkehrssicherheit sorgen. 

Hintergrund
Nach Beschluss der Innenministerkonferenz findet seit 2018 bundesweit eine länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion mit einem gemeinsamen Schwerpunkt statt. In diesem Jahr wurde der Güterverkehr ausgesucht, da er gerade im Transitland Deutschland stetig zunimmt. So hat sich die Verkehrsleistung des Güterverkehrs in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Weitere Informationen auf der Internetseite imk2024.de.