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Bilanz 2025: Rund 7.800 Interessierte bei Vorträgen des Verfassungsschutzes

Wilke: „Unsere demokratischen Werte müssen jeden Tag verteidigt und neu mit Leben gefüllt werden“

- Erschienen am 28.12.2025

Auch im Jahr 2025 hat der Verfassungsschutz des Landes Brandenburg wieder über extremistische Phänomenbereiche, Wirtschaftsschutz und hybride Bedrohungslagen aufgeklärt. Dabei setzte er auf ein breites Angebot wie Vorträge, Teilnahmen an Podiumsdiskussionen und Fachtagungen. Insgesamt nahmen an den 145 (2024: 113) Vorträgen rund 7.800 (2024: rund 6.000) interessierte Bürgerinnen und Bürger teil.

Innenminister René Wilke: „Unsere Demokratie ist verwundbar. Deswegen sammelt der Verfassungsschutz Erkenntnisse über Extremisten und ihre Strukturen. Die verstauben aber nicht in Tresoren. Vielmehr ist der Verfassungsschutz als Demokratiedienstleister ein Frühwarnsystem und informiert Sicherheitsbehörden, Verwaltungen aber auch Bürgerinnen und Bürger selbst über Bestrebungen gegen die Demokratie. Nur so können unsere demokratischen Werte jeden Tag verteidigt und neu mit Leben gefüllt werden."

14.565 Kilometer (2024: 10.463) legten Verfassungsschützer dafür im Land zurück. Ein Teil der Vorträge wurde zudem online absolviert. In Kontakt kamen sie dabei mit einer breiten Öffentlichkeit: interessierte Bürger, Schüler und Lehrer, Justizbedienstete, Polizisten, Soldaten, Unternehmensmitarbeiter, Sozialarbeiter, Auszubildende, Feuerwehrleute, Verwaltungsmitarbeiter, Studierende und viele mehr. Damit summiert sich die Zahl solcher Veranstaltungen seit dem Jahr 2008 auf 1.720. Rund 68.900 Interessierte nahmen in dieser Zeit daran teil. Auffällig ist: Schulen rufen wieder stärker die Expertise des Verfassungsschutzes ab. Daher wurde innerhalb des Verfassungsschutzes im Frühjahr 2025 für diese Anliegen speziell die AG Schule eingerichtet. 

Mit seinem Infostand war der Verfassungsschutz beim Brandenburg-Tag in Perleberg und beim Landesjugendlager der Landesjugendfeuerwehr in Brandenburg an der Havel vertreten. Auf dem Deutschen Präventionstag in Augsburg informierte er zudem über sein Aussteigerprogramm WageMUT und über die seit dem Jahr 2008 bestehende Kooperation Oranienburger Reihe. Bei dieser stand im Jahr 2025 die Veranstaltung „Heranwachsende als Extremisten und Straftäter: Was tun, wenn Täter immer jünger werden?“ im Zentrum. Insgesamt 300 Teilnehmer konnten im Oktober an der Justizakademie des Landes Brandenburg in Königs Wusterhausen begrüßt werden. Die Kooperationspartner haben damit seit 2008 insgesamt 54 ganztägige Veranstaltungen für rund 3.350 kommunale Entscheidungsträger angeboten. Die Reihe wird 2026 fortgesetzt.

Hintergrund

Die Kooperationspartner der Oranienburger Reihe sind: Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg, demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung, Städte- und Gemeindebund, Landkreistag, Hochschule der Polizei, Brandenburgische Kommunalakademie, Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung und Verfassungsschutz Brandenburg.