Bilanz 2025: Fast 1.100 freiwillige Ausreisen aus Brandenburg
Neues Aufnahmesoll für Kommunen rechnet dieses Jahr mit rund 7.000 Geflüchteten
- Erschienen amDie Zahl der freiwilligen Ausreisen im Land Brandenburg ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie das Innenministerium heute in Potsdam mitteilte, wurden 2025 insgesamt 1.090 freiwillige Ausreisen gezählt – eine Steigerung um rund die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr (2024: 722). Von Januar bis Dezember 2025 wurden in Brandenburg insgesamt 1.275 Aufenthalte beendet: neben 1.090 freiwilligen Ausreisen auch durch 185 Abschiebungen und Dublin-Überstellungen (2024: 233). Das entspricht einer Steigerung der Gesamtzahlen im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel (2024: 955).
Die Zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg hat im vergangenen Jahr 6.089 geflüchtete Menschen als Zugänge gezählt, ein Viertel weniger als 2024 (8.122 Zugänge). Hauptherkunftsländer waren 2025 insbesondere die Ukraine, Afghanistan, Syrien, Russland und die Türkei.
Innenminister René Wilke: „Der Anstieg der freiwilligen Ausreisen zeigt, wie erfolgreich Brandenburg auf diesem Gebiet mittlerweile ist. Freiwillige Ausreisen sind zweifelsohne der humanere und kostengünstigere Weg, unberechtigte Aufenthalte in Brandenburg zu beenden. Mit dem Anstieg der Ausreisen entlasten wir auch die Kommunen. Die Landkreise und kreisfreien Städte werden in diesem Jahr nach Berechnung des Aufnahmesolls mit rund 7.000 Zugängen zu rechnen haben. Das insgesamt zum Vorjahr vergleichbare Niveau resultiert vor allem auf der hohen Zahl an Zugängen aus der Ukraine. Insbesondere im Winter flüchten viele Menschen aus der Ukraine vor dem barbarischen Kriegsterror Russlands.“
In einem Rundschreiben sind die Landkreise und kreisfreien Städte heute darüber informiert worden, dass das Aufnahmesoll für das Jahr 2026 bei 7.081 Menschen liegt. Das Innenministerium überprüft dieses Aufnahmesoll regelhaft kalenderhalbjährlich und passt es gegebenenfalls an. Im vergangenen Jahr haben die Landkreise und kreisfreien Städte insgesamt 6.848 Geflüchtete aufgenommen. Der Unterschied der in einem Kalenderjahr aufgenommenen und in demselben Jahr auf die Kommunen verteilten Personen ergibt sich unter anderem aus der unterschiedlichen Verweildauer je nach Bleibeperspektive oder auch aufgrund von Direktzugängen in die Kommunen. Hauptherkunftsländer waren neben der Ukraine und Afghanistan auch Syrien sowie der Sudan.