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Integrationsbeauftragte erinnert an 4. Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine

- Erschienen am 23.02.2026

Anlässlich des vierten Jahrestages der umfassenden russischen Invasion und des Beginns des Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar hat Brandenburgs Landesintegrationsbeauftragte Diana Gonzalez Olivo zum gemeinsamen Gedenken und zu anhaltender Solidarität aufgerufen. Zugleich würdigte sie das Engagement ukrainischer migrantischer Organisationen in Brandenburg, die seit Beginn des Krieges wichtige Brücken zwischen der ukrainischen Community und der Aufnahmegesellschaft bilden.

Diana Gonzalez Olivo: „Der Jahrestag erinnert uns daran, dass Kriege auch mit schweren Folgen für all die Menschen einhergehen, die deshalb ihr Land verlassen und woanders Schutz suchen müssen. Die Hoffnung, in die Ukraine zurückzukehren und Angehörige wieder sehen zu können, schwindet von Tag zu Tag. Ein unvorstellbares Schicksal. Umso mehr würdigen wir an diesem Tag die Integrationsbemühungen ukrainischer Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, sowie das Engagement der zahlreichen ukrainischen Organisationen, die sich seit Beginn des Krieges hier im Land Brandenburg für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt starkmachen. Wir stehen weiterhin an der Seite der Menschen, die hier Schutz gesucht haben, und unterstützen sie auf ihrem Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe.“

Dr. Volodymyr Kokhan von PUSH UA betont die Perspektive der ukrainischen Community: „Seit nunmehr zwölf Jahren kämpfen die Menschen in der Ukraine für Freiheit, Unabhängigkeit und ein demokratisches Europa. Trotz schwerer Angriffe auf die Energieinfrastruktur und eines besonders harten Winters halten viele Menschen an ihrem Alltag fest und setzen auf internationale Solidarität. Die Unterstützung aus Deutschland und insbesondere aus Brandenburg gibt vielen Hoffnung.“

Dan Grabov von Ukraine-Hilfe Potsdam e.V. unterstreicht die lokale Dimension: „Der Krieg darf nicht zur bloßen Nachricht werden. In Potsdam erleben wir täglich, dass die Folgen des Krieges Teil unseres Zusammenlebens sind. Die Unterstützung der Partnerstadt Iwano-Frankiwsk und das Engagement vieler Initiativen zeigen, wie gelebte Solidarität vor Ort aussehen kann. Die Opfer des Krieges sind unsere Nachbarn – sie brauchen weiterhin Aufmerksamkeit und Mitmenschlichkeit.“

Veranstaltungen am Dienstag, 24. Februar 2026, in Potsdam:

16:45 Uhr, Alter Markt – Solidaritätskundgebung mit der Ukraine.
18:30 Uhr, Thalia-Programmkino, Rudolf-Breitscheid-Straße 50 – Vorführung des Dokumentarfilms „2000 Meters to Andriivka“ von Mstyslav Chernov.

Veranstaltungen am Dienstag, 24. Februar 2026, in Frankfurt (Oder):

17:00 Uhr, Start am Rathaus – „Licht in der Dunkelheit“ Kundgebung in Solidarität mit der Ukraine.

Ukraine-Hilfe Potsdam e.V.

Ukraine-Hilfe Potsdam e.V. unterstützt Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind und in Potsdam oder Brandenburg leben, unabhängig von Sprache, Herkunft, Religion oder Nationalität. Der Schwerpunkt liegt auf Integrationsberatung, Bildungs- und Berufsorientierung, Sprach- und Lernangeboten für Kinder, Jugendliche und Familien sowie auf Begegnung, gesellschaftlicher Teilhabe, politischer Bildung und humanitärer Hilfe vor Ort und für die Ukraine. https://www.ukraine-hilfe-potsdam.de/

PUSH-UA (Potsdam-Ukraine Soziokultureller Hub) e.V. 

PUSH-UA bringt ukrainische Kultur, Information und zivilgesellschaftliches Engagement in Potsdam zusammen. Der Verein organisiert Demonstrationen, Ausstellungen, Filmabende, Leseclubs, Workshops, Theater- und Kinderveranstaltungen, fördert den Austausch zwischen ukrainischer Community und deutscher Öffentlichkeit und leistet zugleich Aufklärungsarbeit sowie humanitäre Unterstützung für die Ukraine. Regelmäßige Treffen, Informationsformate und eine ukrainischsprachige Bibliothek schaffen einen offenen Raum für Begegnung, Bildung und neue Initiativen. https://www.push-ua.de/de