Richtfest für den Neubau des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) der Universität Potsdam
- Erschienen amWissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Staatssekretär des Innern Frank Stolper, Vizepräsidentin für Lehre und Studium Dr. Britta van Kempen sowie die Technische Geschäftsführerin des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB) Gerit Fischer feierten heute mit Bauleuten und Gästen das Richtfest für den Neubau des ZeLB. Auf dem Campus Golm der Universität Potsdam errichtet der BLB bis Ende 2026 für eine praxisorientierte Lehrkräftebildung Fach- und Praktikumsräume, Werkstätten, ein Atelier, eine Lehrküche, Seminarräume sowie einen Hörsaal für 150 Studierende. Die Baukosten sind mit rund 35 Millionen Euro geplant.
Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: „Mit dem heutigen Richtfest auf dem Uni-Campus Golm steigt die Vorfreude auf den Neubau des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung – nicht nur bei mir, sondern insbesondere bei Studierenden, Lehrpersonal und Forschenden. Mit diesem Gebäude bekommt die forschungsbasierte, wissenschaftsorientierte Lehrkräftebildung der Universität Potsdam die nötige Heimat, um ihre Arbeit auf ein neues Level zu heben. Ich bin sicher: Das ZeLB wird sich zu einem Ort entwickeln, an dem innovative und inklusive, digitale und nachhaltige Bildung gestaltet wird – und zwar praxis- und zukunftsorientiert, im Austausch und auf Augenhöhe mit Partnern wie Campusschulen und Digital Labs sowie aus Verwaltung und Politik. Alles Gute für den weiteren Baufortschritt!“
Staatssekretär des Innern Frank Stolper: „Am 26. Mai 2025, also vor 262 Tagen, haben wir die Grundsteinlegung für das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) vollzogen. Mit dem heutigen Richtfest kommen wir den benötigten Flächen für die Lehramtsausbildung an der Universität Potsdam ein großes Stück näher. Hier entsteht ein Neubau mit hohen ökologischen, ökonomischen, sozialen und technischen Qualitäten. Und der Baufortschritt erfolgt so zügig, dass wir schon zum Ende des Jahres 2026 das Gebäude an seine zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer übergeben können. Mein besonderer Dank gilt allen beteiligten Gewerken und dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen.“
Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Europa der Universität Potsdam Dr. Britta van Kempen: „Wir freuen uns sehr, mit dem neuen Gebäude erstmals einen zentralen Ort für unsere so wichtige Lehrkräftebildung zu erhalten. Wie kaum ein anderer Bereich strahlt sie in die gesamte Universität aus und verbindet die bildungswissenschaftliche Theorie mit der pädagogischen Praxis. Das jetzt entstehende Gebäude wird dem dafür notwendigen Austausch neue Räume öffnen: Kreativräume für die Entwicklung moderner Unterrichtskonzepte, die wir gemeinsam erproben wollen. Ob Inklusion, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit – die Lehramtsstudierenden optimal auf die großen Herausforderungen in der Bildung vorzubereiten, braucht das Zusammenwirken von Studium, Vorbereitungsdienst und Schulpraxis. In diesem Sinne werden wir das neue Gebäude schnell mit Leben füllen.“
Das u-förmige Gebäude mit vier Geschossen wurde vom Architekturbüro agn Niederberghaus & Partner GmbH geplant und wird von der Goldbeck Nordost GmbH als Generalunternehmer errichtet. Das Gebäude wurde am südlichen Ende des Campus zwischen dem siebengeschossigen Haus 14 und dem Haus 31 eingefügt. Die Ausrichtung erfolgt parallel zum Haus 31 und nimmt somit die südliche Bauflucht der Nachbargebäude auf. Der Neubau wird teilunterkellert und erhält ein Technik-Dachgeschoss. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade wird mit für Brandenburg typischen Klinkern bekleidet. Die außenliegende Verschattung vor den Fenstern sorgt für den sommerlichen Wärmeschutz. Das Farbkonzept im Gebäudeinneren unterstützt mit einem Spektrum von Anthrazit bis Gelb eine barrierefreie Orientierung.
Nachhaltigkeit
Planung, Bau und die Vergabe erfolgen nach den Zielen für nachhaltiges Bauen im BNB-Silberstandard für Neubaumaßnahmen. Es werden umweltfreundliche und schadstoffarme Baustoffe und Bauprodukte eingesetzt. Über einen vollständigen Bauteilkatalog sind beispielsweise die Langlebigkeit der Materialien, die Instandhaltungsfreundlichkeit, die Rückbaufähigkeit und die Reinigungsparameter erfasst. Durch ein Mess- und Monitoringkonzept für die technischen Anlagen kann das Gebäude in einem energetisch optimierten Betrieb geführt werden.
Das Gebäude wird nachhaltig mit zwei luftgekühlten Wärmepumpen betrieben und nicht in das Nahwärmeversorgungsnetz integriert. Die geforderte Luftqualität im Hörsaal, der Werkstatt und der Lehrküche wird durch zwei lufttechnische Anlagen sichergestellt. Zur Verbesserung des Jahres-Primär-Energiebedarfs wird eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes mit einer Gesamtleistung von 20 Kilowatt-Peak errichtet.
Barrierefreiheit
Die wichtigen Wegeverbindungen auf dem Gelände um den Neubau sind mit einem visuell kontrastierenden taktilen Wege-Leitsystem ausgestattet und setzen sich im Innenbereich fort. Alle öffentlich zugängigen Bereiche sind barrierefrei mit dem zentral gelegenen Aufzug erreichbar. Die Türöffnungen betragen mindestens 90 Zentimeter. Zusätzlich wurden in Abstimmung mit der Universität Potsdam in jeder Etage zwei rollstuhlgerechte Büroräume angeordnet. In den Seminarräumen und im Hörsaal gibt es Stellflächen für Rollstuhlfahrer.
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Weitere Zahlen, Daten und Fakten zum Projekt finden Sie auf der BLB-Website. Informationen zum Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) erhalten Sie unter https://www.bnb-nachhaltigesbauen.de/.
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Über den BLB
Das Land Brandenburg ist größter Bauherr in Brandenburg. Der BLB übernimmt die Aufgaben für die Landesverwaltung Brandenburg bei den Themen Bau-, Liegenschafts- und Portfoliomanagement. Als Eigentümer bewirtschaftet er große Teile des Liegenschaftsvermögens des Landes und ist gleichzeitig Vermieter. Der BLB plant und führt staatliche Hochbaumaßnahmen des Landes und des Bundes (z. B. Hochschulen, Gerichte und Haftanstalten, Polizeigebäude, Finanzämter und Bundeswehreinrichtungen) sowie weiterer öffentlicher Einrichtungen im Land Brandenburg durch. Weiterhin organisiert er den Fuhrpark der allgemeinen Landesverwaltung Brandenburg.