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Sitzung der AG 2 „Prävention von politischem Extremismus“

- Erschienen am 24.03.2026 - Presemitteilung Landespräventionsrat (Meldungen)

Am 20.03.2026 trafen sich unter Vorsitz des Leiters, Dr. Wilfried Peters, die Mitglieder der AG „Prävention von politischem Extremismus“, um sich zu aktuellen Fragen und Entwicklungen auszutauschen.

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Sitzung stellte die Vorstellung zweier verschiedener Konzepte des Konfliktmanagements und der Extremismusprävention dar.

Kommunale Sicherheitsdialoge – Institut für Konfliktmanagement an der Europa-Universität Viadrina

Auch und gerade in gesellschaftlich herausfordernden, polarisierten Zeiten sollte es Ziel von Demokratie- und Präventionsarbeit sein, neue Diskursräume sowie eine allen Blickwinkeln gerecht werdende Debattenkultur zu etablieren. Prof. Dr. Lars Kirchhoff und Laura Gerards Iglesias vom Institut für Konfliktmanagement (IKM) der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) stellten in der aktuellen Sitzung vor, wie das Format der „Kommunalen Sicherheitsdialoge Brandenburg“ diesen Ansatz mit Blick auf Methodik und Prozessdesign umsetzt.

Von grundlegender Bedeutung für ein konstruktives und erfolgreiches Arbeiten miteinander ist die Bereitschaft, sich bei bestehenden Konflikten zu verschiedenen Standpunkten auf Basis einer präzisen Konfliktanalyse auszutauschen, andere Perspektiven und Argumente zuzulassen und im Gespräch miteinander (statt übereinander) nach Handlungskorridoren für eine Lösung des Konfliktes zu suchen. Das IKM begleitet diesen kommunal fest verankerten Prozess, an dessen Anfang die Identifizierung und eindeutige Benennung der für die Beteiligten relevanten „Schmerzpunkte“ steht, praktisch und wissenschaftlich.

Ziel ist es, die Interessen aller beteiligten Akteure, unabhängig von ihrer Position, herauszuarbeiten und im Ergebnis eine für alle Beteiligten tragbare und verbindliche Handlungsempfehlung festzulegen.

Interessierte Kommunen können sich per E-Mail an das IKM ikm@europa-uni.de wenden.

„Modellprojekt zur Umsetzung der Extremismusprävention unter Zuhilfenahme von Sozialraumteams“ der Stadt Cottbus/Chóśebuz

In der Stadt Cottbus/Chóśebuz wird derzeit ein „Modellprojekt zur Umsetzung der Extremismusprävention unter Zuhilfenahme von Sozialraumteams“ etabliert, zu dem Dr. Stefanie Kaygusuz, Leiterin Gesellschaftliche Grundsatzfragen beim Oberbürgermeister die Anwesenden informierte.

Grundlage des vorgestellten Konzeptes ist die Feststellung, dass der Demokratie innewohnende Werte und Normen in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten permanent verteidigt werden und extremistische und radikale Tendenzen frühzeitig identifiziert werden müssen, um eine weltoffene, demokratische und angstfreie Gesellschaft zu erhalten. Einen wichtigen Baustein hierfür stellen die verschiedenen Sozialräume einer Kommune dar, deren Möglichkeiten, Kapazitäten und Bedarfe im Verlauf der Umsetzung eingehend analysiert werden. Ziel ist es, durch Netzwerkarbeit die Akteure der Präventionsarbeit, z. B. der Gesundheits-, Armuts-, Gewalt- und Extremismusprävention, in einem Kernteam miteinander in den Austausch zu bringen, die Erfahrungen und Handlungsstrategien zu bündeln, gemeinsam zu koordinieren und umzusetzen und ggf. weitere Akteure für die Unterstützung bei der Umsetzung hinzuzuziehen. Die Koordination der Maßnahmen soll dem Jugendamt der Stadt Cottbus/Chóśebuz obliegen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Das Konzept ist bei Bedarf auf andere Kommunen übertragbar. Bei Rückfragen steht Dr. Stefanie Kaygusuz unter Stefanie.kaygusuz@cottbus.de als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Zu beiden vorgestellten Konzepten tauschten sich die Mitglieder der AG interessiert aus, offene Fragen konnten geklärt und mögliche Ergänzungsvorschläge aufgenommen werden.

Wir danken allen Beteiligten für die anregende Diskussion und stehen bei Nachfragen selbstverständlich gern zur Verfügung. 

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Ident-Nr
Landespräventionsrat (Meldungen)
Datum
24.03.2026
Kontakt
Geschäftsstelle des Landespräventionsrates Brandenburg
E-Mail:
lpr@­mik.brandenburg.de