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Tag der Kriminalitätsopfer am 22.03.2026

- Erschienen am 18.03.2026 - Presemitteilung Landespräventionsrat (Meldungen)

Auch in diesem Jahr erinnert der Weiße Ring e. V. mit vielen Aktionen und umfangsreicher Öffentlichkeitsarbeit an den Tag der Kriminalitätsopfer.

Opfer von Kriminalität, insbesondere auch Gewalt, schrecken oft aus Angst oder Scham davor zurück, Vorfälle bei der Polizei anzuzeigen und somit einen Beitrag für eine erfolgreiche Strafverfolgung zu leisten. Oftmals gehören die Täterinnen und Täter zum familiären Umfeld, weshalb die Furcht vor internen Konsequenzen mitunter besonders groß ist.

Eine neue Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts und des Bundesfrauenministeriums zeigt nun: Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen der queeren Community sind besonders oft von Gewalt betroffen.

Die Ergebnisse dieser Dunkelfeldstudie zeigen, dass es in Bezug auf Straftaten in Zusammenhang mit Gewalt offenbar einen erheblichen Unterschied zwischen polizeilicher Kriminalitätsstatistik (PKS) und dem Dunkelfeld gibt und es einer kontinuierlichen Aufklärungsarbeit bedarf, um insbesondere bei den Opfern dieser Vorfälle die Angst vor Stigmatisierung und persönlichen Konsequenzen abzubauen. 

Aber auch Straftaten, wie Mobbing, Beleidigungen und Verleumdungen, die im Internet und sozialen Medien geschehen, können die Opfer verunsichern und stark beeinträchtigen. Ängste, Depressionen und das Gefühl der Machtlosigkeit können einen langen Verarbeitungsprozess nach sich ziehen und dadurch zu einer Verringerung der Lebensqualität führen. 

Die Arbeit der Geschäftsstelle des LPR und anderer Ressorts ist explizit darauf angelegt, Opferwerdungen durch geeignete Maßnahmen vorzubeugen und den Tätigkeiten und Aktionen der beteiligten Partner eine breite Öffentlichkeit zu geben.

Auch der durch die Geschäftsstelle des LPR initiierte Kreativwettbewerb, der am 11.03.2026 verliehen wurde, sollte die Zielgruppe der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dazu anregen, sich explizit mit dem Thema „Digitale Gewalt“ auseinander zu setzen. 

Insgesamt sind dazu 75 Einzel- und Gruppenbeiträge eingegangen. Das zeigt nach unserer Auffassung mehr als deutlich, dass dieses Thema die jungen Menschen in unserem Land intensiv beschäftigt, als relevantes Problem wahrgenommen wird und viele Möglichkeiten des Umgangs aufgezeigt werden können.

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Ident-Nr
Landespräventionsrat (Meldungen)
Datum
18.03.2026
Kontakt
Geschäftsstelle des Landespräventionsrates Brandenburg
E-Mail:
lpr@­mik.brandenburg.de