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LPR förderte Präventionsprojekte mit 210.000 Euro

Tätigkeitsbericht 2025 im Kabinett / 17 Projekte wurden unterstützt

- Erschienen am 15.07.2026

Im vergangenen Jahr hat das Innenministerium Präventionsprojekte über den Landespräventionsrat (LPR) mit rund 210.000 Euro gefördert. Damit konnten 2025 insgesamt 17 Projekte unterstützt werden, wie der Vorsitzende des Landespräventionsrates, Innenminister Dr. Jan Redmann, heute in Potsdam mitteilte.

Dr. Redmann: „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, zunehmender Digitalisierung und wachsender Polarisierung ist Präventionsarbeit wichtiger denn je. Um den hohen Anforderungen an die Prävention gerecht zu werden, benötigen wir professionelle Angebote, verlässliche Strukturen und gute Partnerschaften sowie einen kontinuierlichen Austausch zwischen den beteiligten Akteuren. Genau hierfür bietet der Landespräventionsrat den passenden Rahmen. Allen Beteiligten danke ich für ihr unermüdliches Engagement.“

Projekte 2025

Im vergangenen Jahr wurden acht Präventionsprojekte aus dem Themenfeld der Kinder-, Jugend- und Gewaltdelinquenz mit rund 74.600 Euro gefördert. Im Bereich Extremismusprävention wurden fünf Projekte mit rund 61.500 Euro bezuschusst. Auf den Bereich Opferschutz und Opferhilfe entfielen rund 73.700 Euro, mit denen vier Projekte unterstützt wurden. 

Im September 2025 startete die Kampagne „Gemeinsam gegen digitale Gewalt“ des LPR, MBJS und des WEISSEN RINGS e. V. Diese richtet sich vor allem an Kinder, Jugendliche und Eltern sowie Lehr- und Fachkräfte der Medienbildung und Jugendarbeit und verfolgt das Ziel, die negativen Folgen digitaler Gewalt stärker ins Bewusstsein zu rücken und konkrete Hilfsangebote aufzuzeigen. Einen zentralen Bestandteil der Kampagne stellte der zugleich als Brandenburgischer Präventionspreis 2025/26 ausgeschriebene Kreativwettbewerb „Gemeinsam KREATIV gegen digitale Gewalt“ dar. Der mit einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro dotierte Wettbewerb lud junge Menschen im Alter von 6 bis 21 Jahren dazu ein, sich mit ihren eigenen Perspektiven und Erfahrungen zum Thema digitale Gewalt auseinanderzusetzen. 

Eltern und Erziehungsberechtigten wurden im Rahmen der Kampagne kostenfreie digitale Elternabende angeboten. Diese befassten sich mit verschiedenen Aspekten der sicheren Nutzung digitaler Medien und Cybermobbing. Darüber hinaus wurde auf der Webseite des LPR eine Übersicht über bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen veröffentlicht, die von digitaler Gewalt betroffen sind.

Im vergangenen Jahr konnte das 25-jährige Bestehen des Landespräventionsrates begangen werden. So wurden unter der Überschrift „LPR-Jubiläum“ verschiedene Veranstaltungsformate durchgeführt: Im Rahmen der „Woche der Präventionsakteure“ fanden im September 2025 über 30 Einzelveranstaltungen statt. Die Fachtagung „Extremismus und Prävention im kommunalen Kontext“ in Cottbus/Chóśebuz sowie das Kolloquium „Gemeinsam stark für Prävention – Bilanz und Perspektive in Brandenburg“ in Potsdam luden zahlreiche Expertinnen und Experten zu einem Fachaustausch ein. Den feierlichen Abschluss der Jubiläumsaktivitäten bildete die Festveranstaltung im Oktober 2025 in Potsdam.

Hintergrund

Der Landespräventionsrat Brandenburg wurde im Jahr 2000 durch eine Kabinettentscheidung gegründet. Mit seinen vier fest eingerichteten Arbeitsgruppen bildet er ein Forum für Expertinnen und Experten und führt die relevanten gesamtgesellschaftlichen Akteure der brandenburgischen Präventionslandschaft zusammen. Themenschwerpunkte dieser vier Arbeitsgruppen sind die Kinder-, Jugend- und Gewaltdelinquenz, Extremismusprävention, Opferschutz und Opferhilfe sowie die Kommunale Kriminalprävention. 

Der Tätigkeitsbericht war gestern dem Kabinett vorgelegt worden und kann hier abgerufen werden: