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Brandenburg soll Landespolizeipräsidium bekommen

- Erschienen am 10.09.2026

Die Polizei Brandenburg wächst auf 9.000 Stellen – und sie bekommt die Struktur, die dazu passt. Innenminister Dr. Jan Redmann plant die Einrichtung eines Landespolizeipräsidiums. Parallel nimmt das neue 360-Grad-Sicherheitszentrum in Kürze seine Arbeit auf.

Die Polizei des Landes Brandenburg erhält eine neue Organisationsstruktur. Innenminister Dr. Jan Redmann hat entschieden, ein sogenanntes Landespolizeipräsidium einzurichten. Damit ist eine entscheidende Weiche gestellt für den umfassenden Reformprozess, den das Innenministerium betreibt.

Im Moment verfügt Brandenburg über ein Polizeipräsidium sowie eine Polizeiabteilung im Innenministerium. Durch die Einrichtung des Landespolizeipräsidiums im Ministerium werden beide Strukturen verzahnt.

Innenminister Dr. Jan Redmann: „Wir wollen nicht möglichst viel verändern, sondern das Richtige. Künftig gilt noch stärker: Das Ministerium setzt den Kurs, die Polizei führt. Klare Verantwortung, schnelle Entscheidungen setzen Kräfte frei für die tatsächliche Polizeiarbeit vor Ort.“

Hintergrund der Neuorganisation ist der Wandel: Durch den geplanten Aufwuchs der Polizei auf 9.000 Stellen ist das Erfordernis noch dringlicher, eine effektive und effiziente Organisation bereitzustellen. Doppelzuständigkeiten werden konsequent abgeschafft. Die Polizei in der Fläche wird gestärkt.

Zudem werden die Einsatzlagen komplexer. Cyberkriminalität, hybride Bedrohungen und Angriffe auf kritische Infrastrukturen stellen die Sicherheitsbehörden vor neue Aufgaben. In der neuen Struktur wird die Polizei noch effektiver auf die sich verändernden Anforderungen reagieren können.

Die Entscheidung für ein Landespolizeipräsidium fügt sich ein in ganzes Sicherheitspaket, das derzeit im Innenministerium ausgearbeitet wird: Polizei- und Verfassungsschutzgesetz werden grundlegend neugefasst. Mit einem geplanten Beleihungsgesetz wird Brandenburg Vorreiter in Sachen Drohnenabwehr.

Das vor Kurzem angekündigte 360-Grad-Sicherheitszentrum ist auf den Weg gebracht, die erste Sitzung wird in den kommenden Wochen stattfinden. In dem Zentrum werden die Sicherheits- und Blaulichtbehörden des Landes und weitere Sicherheitsakteure regelmäßig zusammenkommen, um Lagebilder abzugleichen und insbesondere bei hybriden Gefährdungslagen früher Zusammenhänge zu erkennen.

Redmann: „Die Bedrohungslage hält sich nicht an Organigramme. Deshalb bringen wir das Sicherheitszentrum schon jetzt an den Start. Beides – Organisationsentwicklung und Sicherheitszentrum – zahlt auf dasselbe Ziel ein: eine Polizei, die schneller erkennt, schneller entscheidet und schneller handelt.“