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Perfide Doppelstrategie

Verfassungsschutz warnt vor demokratie-unterwandernder Strategie von Islamisten

- Erschienen am 04.06.2026

Potsdam – Der aktuelle Verfassungsschutzbericht warnt vor einer gezielten Unterwanderung der Gesellschaft durch die Muslimbruderschaft (MB) – ein Phänomen, das ganz Deutschland und auch Brandenburg betrifft. Im Sonderkapitel „Muslimbrüder und ihr demokratie-unterwanderndes Vorgehen“ wird deutlich, wie die Organisation über Dialog, Bildung und ehrenamtliches Engagement in die Mitte der Gesellschaft drängt. Die Gefahr liegt dabei in einer perfiden Doppelstrategie.

Innenminister Dr. Jan Redmann: „Die Muslimbruderschaft greift unsere Demokratie nicht mit offener Gewalt an, sondern schleicht sich durch die Hintertür ein. Sie nutzt die Freiheiten unseres Rechtsstaates aus, um genau diese Freiheiten abzuschaffen zu wollen und ihr totalitäres, von der Scharia geprägtes Gesellschaftsbild zu zementieren. Sie engagiert sich in der Sozialarbeit, drängt in politische Gremien und täuscht Zivilgesellschaft und Politik. Ihr Ziel ist es Akzeptanz zu gewinnen und am Ende sogar öffentliche Gelder für ihre verfassungsfeindliche Agenda abzugreifen. Wir müssen in den Kommunen, Parteien und Verbänden endlich die Augen öffnen und aufhören, diese Akteure blauäugig zu verharmlosen.“

Die MB agiert konspirativ sowie generationenübergreifend. Ihre Ideologie stellt das vermeintlich göttliche Recht der Scharia konsequent über das Grundgesetz, während die Akteure von ihren Anhäng-ern eine strikte Abkehr von der westlichen Mehrheitsgesellschaft fordern.

Verfassungsschutzleiter Dr. Wilfried Peters: „Die Strategie dieser MB-Netzwerke trifft vor allem die Schwächsten. Sie befeuert einen gefährlichen Antisemitismus, drängt andersdenkende Muslime ins Abseits und indoktriniert Kinder in ihrer Entwicklung. Es dürfen keine islamistischen Parallelstrukturen entstehen, in denen Frauenrechte missachtet und Körperstrafen als religiöse Pflicht propagiert werden.“

Mit dem Verbot des „Islamischen Zentrums Fürstenwalde“ (IZF) im September 2024 reagierte das Innenministerium auf eine reale Gefahr in Brandenburg. Der Moscheeverein stand hier schon länger im Fokus, da er eine antisemitische, gewaltorientierte Ideologie verbreitete und Spendennetzwerke der HAMAS unterstützte, die als direkter Ableger der MB gilt.

Der vollständige Verfassungsschutzbericht 2025 wird am Freitag, den 5. Juni, veröffentlicht.