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„Fairplay als Grundlage der Gesellschaft und sicherer Mobilität“

- Erschienen am 01.09.2026 - Presemitteilung gemeinsame Pressemitteilung von MIL/MIK

Verkehrssicherheit beginnt bei jedem Einzelnen: Denn sichere Mobilität hängt nicht nur von einer guten Infrastruktur ab, sondern auch davon, wie wir uns im Straßenverkehr verhalten. Bei einer gemeinsamen Fachtagung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) und des Ministeriums des Innern und für Kommunales (MIK) haben sich Fachleute aus Wissenschaft und Praxis über das Verhalten im Straßenverkehr im Kontext gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie gegenseitige Rücksichtnahme, Regelbewusstsein und Eigenverantwortung zu mehr Sicherheit auf Brandenburgs Straßen beitragen können.

Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal: „Jeder Mensch soll sicher ans Ziel kommen – unabhängig davon, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn oder mit dem Auto. Eine sichere Verkehrsinfrastruktur und gegenseitige Rücksichtnahme sind dabei zwei Seiten einer Medaille. Gemeinsam schaffen sie die Grundlage für eine mobile und lebenswerte Gesellschaft. Verkehrssicherheit beginnt aber auch bei jedem Einzelnen: Wer Regeln einhält, aufmerksam unterwegs ist und Rücksicht auf andere nimmt, übernimmt Verantwortung für die Gemeinschaft. Deshalb ist Fairplay nicht nur ein Wert aus dem Sport, sondern eine Haltung für unser tägliches Miteinander.“

Innenstaatssekretär Dr. Jörg Treffke: „Im vergangenen Jahr sind 127 Menschen auf Brandenburgs Straßen ums Leben gekommen. 11.109 Menschen wurden verletzt. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen: Familien, Freunde und Kollegen. Viele dieser Unfälle hätten verhindert werden können. Verkehrsunfälle sind eben nicht einfach Schicksal oder höhere Gewalt. Menschliches Fehlverhalten ist nach wie vor eine entscheidende Ursache. Deshalb sind Regeln im Straßenverkehr kein administrativer Selbstzweck. Sie schützen Leben und Gesundheit. Und sie sorgen dafür, dass wir uns gemeinsam und möglichst sicher im öffentlichen Raum bewegen können. Deshalb gehört Verkehrssicherheitsarbeit zu den wichtigen Aufgaben staatlichen Handelns und hat zu Recht auch für unsere Polizei eine hohe Priorität.“

Verkehrssicherheitsarbeit des Infrastrukturministeriums und des Ministeriums des Innern und für Kommunales

Brandenburg ist ein Pendlerland, das Auto bleibt insbesondere für Menschen im ländlichen Raum ein wichtiges und unerlässliches Verkehrsmittel. Zugleich nehmen Pedelecs und E-Scooter im Straßenverkehr zu. Dies stellt die Verkehrssicherheitsarbeit vor neue Herausforderungen und erfordert noch mehr Aufmerksamkeit, Regelbewusstsein und Rücksichtnahme jedes Einzelnen. Die Verkehrssicherheitsarbeit des MIL umfasst daher, neben der Förderung von zahlreichen infrastrukturellen Maßnahmen, insbesondere die Unterstützung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen und -projekten zur Prävention, Sensibilisierung und Sichtbarmachung. Ein zentraler Baustein ist die seit 1997 bestehende Landeskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ Die Kampagne setzt auf eine zeitgemäße, authentische Ansprache und positive Botschaften, die Menschen zu sicherem Verhalten motivieren. Hinweise zur Landeskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ finden Sie unter https://www.liebersicher.de/.

Das Ministerium des Innern und für Kommunales unterstützt und fördert Präventionsmaßnahmen und Ansätze im Sinne des Verkehrssicherheitsprogramms der Landesregierung (bspw. Dialogdisplays zur Kontrolle der Geschwindigkeit vor Schulen und Kitas). Hinweise zu den Fördermöglichkeiten des MIK finden sich unter https://mik.brandenburg.de/mik/de/innere-sicherheit/praevention/verkehrssicherheit/.