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Arbeitsgruppe 1 (AG 1)

Prof. Dr. Wilfried Schubarth Prof. Dr. Wilfried Schubarth

Kinder-, Jugend- und Gewaltdelinquenz; Kinder- und Jugendschutz

Trotz deutlicher Fortschritte bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität reichen die Maßnahmen von Polizei und Justiz allein nicht aus. Gewalt Jugendlicher deutet auf soziale Fehlentwicklungen hin. Untersuchungen belegen, dass viele jugendliche Täter während ihrer Entwicklung selbst Gewalt erfahren mussten. Kinder- und Jugendgewalt sind weit verbreitet. Sie werden in der Familie erlernt. Eltern können überfordert sein und bieten dann keine effektiven Rollenmodelle und hinreichende Orientierung für ein Leben ohne Gewalt mehr an.

Vor diesem Hintergrund erfordert Kriminalprävention vor allem Ideen, Innovationen und die Weiterentwicklung bisheriger Strukturen und Projekte. In der Arbeitsgruppe 1 sollen Präventionskonzepte und Auffangnetze für Jugendliche und Kinder, die besonderen Schutz brauchen, initiiert und ins Leben gerufen werden.

Eine wirkungsvolle und qualifizierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sollte "vor Ort" durchgeführt werden und stets zielgruppen- und lebensweltorientiert erfolgen. Es geht darum, den jungen Menschen Werte und Normen zu vermitteln, die ihre Lebenskompetenz aufbauen, wie Konfliktfähigkeit, Selbstbewusstsein, Toleranz und Respekt.

Leiter der Arbeitsgruppe 1 ist Prof. Dr. Wilfried Schubarth, Universitätsprofessor am Lehrstuhl für „Erziehungs- und Sozialisationstheorie“ der Universität Potsdam. Im Jahre 1998 habilitierte er sich an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Dresden zum Thema „Analyse und Prävention von Gewalt“. Prof. Schubarth  ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Themen der Jugend- und Bildungsforschung.

Prof. Dr. Wilfried Schubarth
Prof. Dr. Wilfried Schubarth

Kinder-, Jugend- und Gewaltdelinquenz; Kinder- und Jugendschutz

Trotz deutlicher Fortschritte bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität reichen die Maßnahmen von Polizei und Justiz allein nicht aus. Gewalt Jugendlicher deutet auf soziale Fehlentwicklungen hin. Untersuchungen belegen, dass viele jugendliche Täter während ihrer Entwicklung selbst Gewalt erfahren mussten. Kinder- und Jugendgewalt sind weit verbreitet. Sie werden in der Familie erlernt. Eltern können überfordert sein und bieten dann keine effektiven Rollenmodelle und hinreichende Orientierung für ein Leben ohne Gewalt mehr an.

Vor diesem Hintergrund erfordert Kriminalprävention vor allem Ideen, Innovationen und die Weiterentwicklung bisheriger Strukturen und Projekte. In der Arbeitsgruppe 1 sollen Präventionskonzepte und Auffangnetze für Jugendliche und Kinder, die besonderen Schutz brauchen, initiiert und ins Leben gerufen werden.

Eine wirkungsvolle und qualifizierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sollte "vor Ort" durchgeführt werden und stets zielgruppen- und lebensweltorientiert erfolgen. Es geht darum, den jungen Menschen Werte und Normen zu vermitteln, die ihre Lebenskompetenz aufbauen, wie Konfliktfähigkeit, Selbstbewusstsein, Toleranz und Respekt.

Leiter der Arbeitsgruppe 1 ist Prof. Dr. Wilfried Schubarth, Universitätsprofessor am Lehrstuhl für „Erziehungs- und Sozialisationstheorie“ der Universität Potsdam. Im Jahre 1998 habilitierte er sich an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Dresden zum Thema „Analyse und Prävention von Gewalt“. Prof. Schubarth  ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Themen der Jugend- und Bildungsforschung.


Arbeitsgruppe 2 (AG 2)

Jörg Müller Jörg Müller

Prävention von politischem Extremismus

Seit der friedlichen Revolution im Jahre 1989, der daraus resultierenden freien Volkskammerwahl sowie der wenige Monate später folgenden Gründung des Landes Brandenburg leben wir in demokratischen und rechtsstaatlichen Verhältnissen. Freie und faire Wahlen, die Unabhängigkeit der Gerichte und die Achtung der Menschenrechte sind zentrale Voraussetzungen für die Freiheit, die uns erst ein selbstbestimmtes und mündiges Leben ermöglicht. Die Freiheit des Einzelnen findet jedoch da ihre Grenzen, wo die Freiheit anderer beschränkt wird. Dieses Spannungsverhältnis ist in der Demokratie unmittelbar angelegt und zieht notwendiger Weise immer wieder Debatten, Konflikte, Entscheidungen sowie manchmal auch Einschränkungen nach sich. Gleichwohl vermissen weltweit die unter Gewalt und Willkürherrschaft leidenden Menschen schmerzlich solche Lebensbedingungen, wie sie bei uns seit der politischen Wende bestehen.   

Die Substanz der vorstehend beschriebenen Werte unseres deutschen Grundgesetzes und der Verfassung des Landes Brandenburg stellt die freiheitliche demokratische Grundordnung dar. Die historischen Erfahrungen der Weimarer Republik zeigen, dass die Gegner von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die ihnen erst durch die Weimarer Reichsverfassung verliehenen Grundrechte nutzten, um die Demokratie zu bekämpfen und schließlich abzuschaffen. Das endete im Nationalsozialismus mit all seinen Verbrechen. Die Weimarer Reichsverfassung verfügte über keine unantastbare Substanz wie wir sie heute mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung haben. Aus diesem Grund ist unsere Demokratie wehrhaft, so dass Extremisten gleich welcher politischen Ausrichtung ihre Grenzen aufgezeigt werden. Dabei ist eine pluralistische und lebendige Gesellschaft darauf angewiesen, dass widerstreitende Interessen und selbst abwegige Meinungen im offenen Streit diskutiert werden, woraus sich erst gesellschaftliche Überzeugungen bilden und unsere Werte weiter entwickeln werden können. Dabei ist niemand verpflichtet, ausschließlich verfassungskonforme Gedanken zu hegen oder solche Äußerungen zu tätigen. Um von verfassungsfeindlichen Bestrebungen sprechen zu können, müssen diese vielmehr ziel- und zweckgerichtet und politisch intendiert auf die Beseitigung zentraler Verfassungsgrundsätze (z. B. Gleichberechtigung von Frauen und Männern), den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet sein.

Intoleranz, Gewalt und jede andere Form des Extremismus gefährden unser friedliches Zusammenleben, weswegen wir solchem Gedankengut engagiert entgegentreten. Hierbei müssen wir uns vor allem damit inhaltlich auseinandersetzen, weil nur so die geschlossenen, auf Abschaffung unserer freiheitlichen Ideale ausgerichteten Ideologien entzaubert werden können. Freiheit und Menschenwürde sind Werte, die durch tagtägliches Engagement aufs Neue erstritten werden müssen. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe 2 unter Leitung des Chefs der Verfassungsschutzbehörde Brandenburgs besteht darin, Strategien für die Prävention extremistischer Bestrebungen jeder Art zu entwickeln, was die Bekämpfung bereits bestehender Aktivitäten mit einschließt.

Leiter der Arbeitsgruppe ist Herr Jörg Müller, Leiter des Verfassungsschutzes des Landes Brandenburg.

Jörg Müller
Jörg Müller

Prävention von politischem Extremismus

Seit der friedlichen Revolution im Jahre 1989, der daraus resultierenden freien Volkskammerwahl sowie der wenige Monate später folgenden Gründung des Landes Brandenburg leben wir in demokratischen und rechtsstaatlichen Verhältnissen. Freie und faire Wahlen, die Unabhängigkeit der Gerichte und die Achtung der Menschenrechte sind zentrale Voraussetzungen für die Freiheit, die uns erst ein selbstbestimmtes und mündiges Leben ermöglicht. Die Freiheit des Einzelnen findet jedoch da ihre Grenzen, wo die Freiheit anderer beschränkt wird. Dieses Spannungsverhältnis ist in der Demokratie unmittelbar angelegt und zieht notwendiger Weise immer wieder Debatten, Konflikte, Entscheidungen sowie manchmal auch Einschränkungen nach sich. Gleichwohl vermissen weltweit die unter Gewalt und Willkürherrschaft leidenden Menschen schmerzlich solche Lebensbedingungen, wie sie bei uns seit der politischen Wende bestehen.   

Die Substanz der vorstehend beschriebenen Werte unseres deutschen Grundgesetzes und der Verfassung des Landes Brandenburg stellt die freiheitliche demokratische Grundordnung dar. Die historischen Erfahrungen der Weimarer Republik zeigen, dass die Gegner von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die ihnen erst durch die Weimarer Reichsverfassung verliehenen Grundrechte nutzten, um die Demokratie zu bekämpfen und schließlich abzuschaffen. Das endete im Nationalsozialismus mit all seinen Verbrechen. Die Weimarer Reichsverfassung verfügte über keine unantastbare Substanz wie wir sie heute mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung haben. Aus diesem Grund ist unsere Demokratie wehrhaft, so dass Extremisten gleich welcher politischen Ausrichtung ihre Grenzen aufgezeigt werden. Dabei ist eine pluralistische und lebendige Gesellschaft darauf angewiesen, dass widerstreitende Interessen und selbst abwegige Meinungen im offenen Streit diskutiert werden, woraus sich erst gesellschaftliche Überzeugungen bilden und unsere Werte weiter entwickeln werden können. Dabei ist niemand verpflichtet, ausschließlich verfassungskonforme Gedanken zu hegen oder solche Äußerungen zu tätigen. Um von verfassungsfeindlichen Bestrebungen sprechen zu können, müssen diese vielmehr ziel- und zweckgerichtet und politisch intendiert auf die Beseitigung zentraler Verfassungsgrundsätze (z. B. Gleichberechtigung von Frauen und Männern), den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet sein.

Intoleranz, Gewalt und jede andere Form des Extremismus gefährden unser friedliches Zusammenleben, weswegen wir solchem Gedankengut engagiert entgegentreten. Hierbei müssen wir uns vor allem damit inhaltlich auseinandersetzen, weil nur so die geschlossenen, auf Abschaffung unserer freiheitlichen Ideale ausgerichteten Ideologien entzaubert werden können. Freiheit und Menschenwürde sind Werte, die durch tagtägliches Engagement aufs Neue erstritten werden müssen. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe 2 unter Leitung des Chefs der Verfassungsschutzbehörde Brandenburgs besteht darin, Strategien für die Prävention extremistischer Bestrebungen jeder Art zu entwickeln, was die Bekämpfung bereits bestehender Aktivitäten mit einschließt.

Leiter der Arbeitsgruppe ist Herr Jörg Müller, Leiter des Verfassungsschutzes des Landes Brandenburg.


Arbeitsgruppe 3 (AG 3)

Dr. Juliane Heil Dr. Juliane Heil

Opferschutz / Opferhilfe

Jedes Jahr werden Menschen Opfer von Kriminalität. Hinter all diesen Taten stehen menschliche Schicksale, Ängste, Verletzungen und im Extremfall der Verlust eines nahen Angehörigen oder guten Freundes. Insbesondere die physischen und psychischen Traumata wirken lange nach der Tat fort und erschweren den Betroffenen die Suche nach individueller Hilfe.

Opferschutz und Opferhilfe sind elementare Bestandteile des Schutzes der Menschen in einem demokratischen Rechtsstaat. Die Opfer von Verbrechen dürfen nicht allein gelassen werden, sie müssen qualifizierte Hilfe und persönliche Zuwendung erhalten.

Die Hauptaufgabe der Arbeitsgruppe 3 ist es, Opferschutz und Opferhilfe als wesentliche Pfeiler der Inneren Sicherheit in Brandenburg zu stärkerer Beachtung zu verhelfen. Kriminalitätsbekämpfung fokussiert den Blick zunächst auf die Täter und übersieht leicht die Notwendigkeit des Schutzes der Opfer. Im Mittelpunkt staatlicher Tätigkeit steht vorrangig die täterorientierte Fallbearbeitung. Bürgernahe Polizeiarbeit, Unsicherheitsgefühle der Bevölkerung sowie festgestellte Erwartungen der Opfer erfordern jedoch eine verstärkte opferorientierte Herangehensweise. Opfer brauchen fachlich fundierten Rat, der es ihnen ermöglicht, sich in dieser außergewöhnlichen und schwierigen Situation zurecht zu finden und auch unter dem Einfluss starker physischer Belastung eigenverantwortlich entscheiden zu können, ob und welche Opferschutzeinrichtung sie in Anspruch nehmen wollen.

Leiterin der Arbeitsgruppe 3 ist Frau Dr. Juliane Heil, Referatsleiterin im Justizministerium.

Dr. Juliane Heil
Dr. Juliane Heil

Opferschutz / Opferhilfe

Jedes Jahr werden Menschen Opfer von Kriminalität. Hinter all diesen Taten stehen menschliche Schicksale, Ängste, Verletzungen und im Extremfall der Verlust eines nahen Angehörigen oder guten Freundes. Insbesondere die physischen und psychischen Traumata wirken lange nach der Tat fort und erschweren den Betroffenen die Suche nach individueller Hilfe.

Opferschutz und Opferhilfe sind elementare Bestandteile des Schutzes der Menschen in einem demokratischen Rechtsstaat. Die Opfer von Verbrechen dürfen nicht allein gelassen werden, sie müssen qualifizierte Hilfe und persönliche Zuwendung erhalten.

Die Hauptaufgabe der Arbeitsgruppe 3 ist es, Opferschutz und Opferhilfe als wesentliche Pfeiler der Inneren Sicherheit in Brandenburg zu stärkerer Beachtung zu verhelfen. Kriminalitätsbekämpfung fokussiert den Blick zunächst auf die Täter und übersieht leicht die Notwendigkeit des Schutzes der Opfer. Im Mittelpunkt staatlicher Tätigkeit steht vorrangig die täterorientierte Fallbearbeitung. Bürgernahe Polizeiarbeit, Unsicherheitsgefühle der Bevölkerung sowie festgestellte Erwartungen der Opfer erfordern jedoch eine verstärkte opferorientierte Herangehensweise. Opfer brauchen fachlich fundierten Rat, der es ihnen ermöglicht, sich in dieser außergewöhnlichen und schwierigen Situation zurecht zu finden und auch unter dem Einfluss starker physischer Belastung eigenverantwortlich entscheiden zu können, ob und welche Opferschutzeinrichtung sie in Anspruch nehmen wollen.

Leiterin der Arbeitsgruppe 3 ist Frau Dr. Juliane Heil, Referatsleiterin im Justizministerium.


Arbeitsgruppe 4 (AG4)

Prof. Rolfes Prof. Rolfes

Vernetzungsgremium Kriminalprävention vor Ort

Vor zwei Jahren erhielt die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates den Auftrag, sich verstärkt der kommunalen Kriminalprävention zu widmen. Nach vielen Gesprächen in bzw. mit den Kommunen und zwei Vernetzungstreffen in 2019 konnte die Bedarfserhebungsphase nun abgeschlossen und die Arbeitsgruppe (als „Arbeitsgruppe 4: ‚Vernetzungsgremium Kriminalprävention vor Ort‘") auch formal ins Leben gerufen werden. Den entsprechenden Beschluss fasste der Beirat des LPR am 20.02.2020.

Gemäß Rückmeldung wird die Arbeitsgruppe 31 Mitglieder aus den Kommunen (9 Landkreise und 22 Städte) umfassen.

Für den LPR ist es ein gewichtiger Schritt im Sinne des (Selbst-)Verständnisses und der weiteren Ausrichtung seiner Arbeiten. Die kommunale Kriminalprävention ist ein bedeutsamer Baustein und ein wichtiges Fundament der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention. Das hohe Potenzial kommunalpräventiver Gremien besteht in ihrem expliziten Raum- oder Stadtteilbezug, ihrer ressortübergreifenden Zusammenarbeit und schließlich der Einbeziehung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Kommunalpräventive Gremien können vor Ort die zentralen Akteure vernetzen, die Entwicklung von subjektiver Sicherheit und Kriminalität beobachten, Fakten und Sachargumente zusammenbringen, ein gemeinsames Lösungsverständnis schaffen sowie regionalspezifische und sozialraumadäquate Strategien erarbeiten und Maßnahmen anstoßen.

Für den Vorsitz konnte Herr Prof. Rolfes gewonnen werden. Herr Prof. Rolfes hat an der Universität Potsdam die Professur für Angewandte Humangeographie und Regionalwissenschaften inne. Er hat langjährige anwendungsbezogene Projekt- und Forschungserfahrungen im Bereich kommunaler Kriminalprävention; er setzt sich intensiv mit dem Zusammenhang von Raum und (Un-)Sicherheit auseinander.

Prof. Rolfes
Prof. Rolfes

Vernetzungsgremium Kriminalprävention vor Ort

Vor zwei Jahren erhielt die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates den Auftrag, sich verstärkt der kommunalen Kriminalprävention zu widmen. Nach vielen Gesprächen in bzw. mit den Kommunen und zwei Vernetzungstreffen in 2019 konnte die Bedarfserhebungsphase nun abgeschlossen und die Arbeitsgruppe (als „Arbeitsgruppe 4: ‚Vernetzungsgremium Kriminalprävention vor Ort‘") auch formal ins Leben gerufen werden. Den entsprechenden Beschluss fasste der Beirat des LPR am 20.02.2020.

Gemäß Rückmeldung wird die Arbeitsgruppe 31 Mitglieder aus den Kommunen (9 Landkreise und 22 Städte) umfassen.

Für den LPR ist es ein gewichtiger Schritt im Sinne des (Selbst-)Verständnisses und der weiteren Ausrichtung seiner Arbeiten. Die kommunale Kriminalprävention ist ein bedeutsamer Baustein und ein wichtiges Fundament der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention. Das hohe Potenzial kommunalpräventiver Gremien besteht in ihrem expliziten Raum- oder Stadtteilbezug, ihrer ressortübergreifenden Zusammenarbeit und schließlich der Einbeziehung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Kommunalpräventive Gremien können vor Ort die zentralen Akteure vernetzen, die Entwicklung von subjektiver Sicherheit und Kriminalität beobachten, Fakten und Sachargumente zusammenbringen, ein gemeinsames Lösungsverständnis schaffen sowie regionalspezifische und sozialraumadäquate Strategien erarbeiten und Maßnahmen anstoßen.

Für den Vorsitz konnte Herr Prof. Rolfes gewonnen werden. Herr Prof. Rolfes hat an der Universität Potsdam die Professur für Angewandte Humangeographie und Regionalwissenschaften inne. Er hat langjährige anwendungsbezogene Projekt- und Forschungserfahrungen im Bereich kommunaler Kriminalprävention; er setzt sich intensiv mit dem Zusammenhang von Raum und (Un-)Sicherheit auseinander.