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Pressedienst

Drogenkriminalität

15.10.2002 Immer mehr Kinder werden mit Rauschgift erwischt

Schönbohm: „Alarmierende Entwicklung“ – Eltern und Schulen sind gefordert

 
Nr. 176/2002

Kinder geraten zunehmend in das Blickfeld der Drogenfahnder. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden 79 Kinder als Tatverdächtige im Zusammenhang mit Drogendelikten ermittelt. Das waren fast 50 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Innenminister Jörg Schönbohm sprach von einer „äußerst alarmierenden Entwicklung. Insbesondere die Eltern, aber auch die Schulen sind gefordert, hier massiv gegenzusteuern. Die verstärkte Drogenmissbrauch von Kindern wird auch ein Thema der neu ins Leben gerufenen Partnerschaften von Polizei und Schule sein.“ Immer mehr Kinder fallen auch als Dealer auf. Statt drei Tatverdächtigen unter 14 Jahren in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres gab es in diesem Jahr bis Ende September bereits zehn derartige Fälle. „Hier wird der Grundstein zu kriminellen Karrieren gelegt“, warnte Schönbohm. Deshalb muss alles unternommen werden, um Kinder von diesem Weg abzubringen. „Vor allem dürfen wir nicht länger durch törichte Entkriminalisierungsdebatten die Hemmschwellen senken. Wer Drogenbesitz als Bagatelle verharmlost, gefährdet das Leben unserer Kinder.“ Vor dem Hintergrund des steigenden Drogenmissbrauchs von Kindern kann auch über die insgesamt leicht rückläufige Tendenz bei der Rauschgiftkriminalität keine rechte Freude aufkommen, sagte der Minister weiter. In den ersten neun Monaten dieses Jahres ging die Zahl der Rauschgiftdelikte verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum um 79 auf 3771 zurück. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen sank um 111 auf 3400. Die Zahl der erstauffälligen Konsumenten harter Drogen belief sich im ersten Halbjahr auf 170 Personen nach 289 Personen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Häufigste ‚Einstiegsdrogen’ sind weiterhin Ecstasy und Amphetamine.

Verantwortlich:
Heiko Homburg, Pressesprecher
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