07.07.2019Neue Förderrichtlinie für Nachwuchsgewinnung bei Feuerwehren und Hilfsorganisationen | Nr. 067/2019

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Potsdam – Brandenburg investiert mehr Geld in die Nachwuchsgewinnung im Brand- und Katastrophenschutz sowie in der Brandschutzerziehung. Das Land stellt für dieses und das nächste Jahr zusätzliche Fördermittel in Höhe von insgesamt einer Million Euro zur Verfügung. Dazu ist jetzt eine entsprechende Richtlinie in Kraft getreten, wie Innenstaatssekretärin Katrin Lange heute in Potsdam mitteilte. „Dass für diesen Zweck jeder Euro gut angelegtes Geld ist, bedarf keiner weiteren Begründung. Das versteht jeder sofort. Wir alle sehen täglich, was die Feuerwehren für uns tun – gerade angesichts der Waldbrandlagen in diesem Jahr“, sagte Lange.

Die Richtlinie zur Förderung der Nachwuchsgewinnung im Brand- und Katastrophenschutz und in der Brandschutzerziehung im Land Brandenburg („BKS-Nachwuchsgewinnungsrichtlinie“) gewährt Zuwendungen für den Ausbau, den Erhalt und die Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Feuerwehren und den im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen.

„Gefördert werden beispielsweise Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung, Schutzbekleidung sowie Materialien zur Brandschutzerziehung und zur Erste-Hilfe-Ausbildung“, sagte Lange. Außerdem wird die Beschaffung von Fahrzeugen für die Jugendfeuerwehren oder Jugendorganisation einer im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisation gefördert.

Bis zum Jahr 2018 erfolgte die Förderung der Nachwuchsgewinnung ausschließlich über Mittel der Lottokonzessionsabgabe („Lotto-Mittel“). Diese Gelder stehen auch weiterhin z. B. für die Förderung von Zeltlagern der Jugendfeuerwehr oder die Förderung des Feuerwehrsportes zur Verfügung.

Mit der neuen Richtlinie gibt es jetzt aber einen zweiten Förderweg, mit dem das Land Brandenburg gezielt in die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehren investiert. Die steigenden Mitgliederzahlen sind ein Beleg dafür, dass die Investitionen ihren Zweck erfüllen.

Zählte die Jugendfeuerwehr des Landes im Jahr 2017 noch 13.836 Mitglieder, so waren es 2018 schon 14.295. Das ist ein Aufwuchs von gut 3 Prozent und unterstreicht den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre. Erstmals seit vielen Jahren nahm 2018 auch die Zahl der aktiven Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen wieder zu, auf rund 38.300. „Das ist ein erfreulicher Trend. Die zahlreichen Maßnahmen des Landes zur Unterstützung der Feuerwehren und Hilfsorganisationen haben dazu sicherlich einen Beitrag geleistet, auch wenn natürlich niemand sagen kann, wie groß dieser genau ist“, so Lange abschließend.

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei:
Neue Förderrichtlinie für Nachwuchsgewinnung bei Feuerwehren und Hilfsorganisationen

Download der Richtlinie als PDF-Datei:
BKS-Nachwuchsgewinnungsrichtlinie

Verantwortlich: Ingo Decker

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