15.05.2019Blaulicht-Kita und Beratungsstellen für die Polizei | Nr. 050/2019

Neues Fenster: Bild - Servicestelle Beruf und Familie in der Polizei - vergrößern PD Süd und West

Potsdam - Innenstaatssekretärin Katrin Lange stellte heute in Potsdam ein Projekt vor, mit dem Beschäftigte der Polizei intensiver als bisher über Angebote zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf informiert werden können: Die Servicestelle für Beruf und Familie. Ein weiteres Vorhaben wurde kürzlich in der Polizeidirektion Süd initiiert – die so genannte „Blaulicht-Kita“. Es handelt sich dabei um eine Kooperation mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus zur Mitnutzung von Betreuungsplätzen der dort geplanten Kindertagesstätte. Hierzu wird zurzeit ein Konzept erarbeitet.

Katrin Lange: „Je fordernder der Job, desto mehr muss der Arbeitgeber sich um die bestmögliche Unterstützung kümmern. Gerade die Beschäftigten der Polizei stehen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft vor sehr großen Problemen. Wir wollen über die bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangebote besser als bisher informieren und bieten deshalb diese neuen Beratungen an. Dazu gehören auch die Pläne für eine Blaulicht-Kita in Cottbus. Wir arbeiten an einem Konzept, um möglichst eine 24-Stunden-Betreuung anbieten zu können. Die Kooperation mit dem Klinikum bietet sich an, denn dort wird ja auch rund um die Uhr gearbeitet, genau wie bei der Polizei.“

In den Polizeidirektionen Süd und West wurden zwei Servicestellen für Beruf und Familie eingerichtet. Sie beraten alle Bediensteten der Polizei zum Beispiel über Angebote zur Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen.

Die Verantwortung für das Projekt liegt bei der psychosozialen Betreuung des polizeiärztlichen Dienstes. Die Servicestellen wurden jeweils mit zwei Personen besetzt, einer Sozialarbeiterin bzw. Psychologin als Leiterin der Servicestelle sowie jeweils einer Mitarbeiterin.

Tätigkeitsfelder

Die Servicestelle für Beruf und Familie soll den Bediensteten eine Anlaufstelle bieten, in der eine soziale Erstberatung gegeben wird und bei Bedarf eine Vermittlung zu bestehenden internen und externen Unterstützungsangeboten erfolgt. Themen der Beratung können sein:

- Private oder familiäre Schwierigkeiten
- Kinderbetreuung
- Elterngeld und Elternzeit
- Pflege von Angehörigen
- Gesundheitliche Belastungen
- Vermittlung bei psychischen Problemen
- Probleme am Arbeitsplatz
- Finanzielle Belastungen
- Trauer und Verlust.

Dabei können die Servicestellen wie folgt unterstützen:

- Orientierung geben, bei Anträgen unterstützen
- Zuständigkeiten klären und Ansprechpartner vermitteln
- über interne und regionale Netzwerke informieren
- zu Fachberatungen aufklären
- bei der Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen unterstützen.

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei:
Blaulicht-Kita und Beratungsstellen für die Polizei

Verantwortlich: Ingo Decker

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