09.06.2018Schröter betont Bedeutung der Bundeswehr als Partner von Land und Kommunen | Nr. 051/2018

Schönewalde - Die Bundeswehr ist und bleibt nach den Worten von Innenminister Karl-Heinz Schröter einer der wichtigsten Partner des Landes Brandenburg und seiner Kommunen. „Das gilt nicht nur für den Katastrophenfall wie bei Hochwasser an Elbe und Oder, sondern auch im Alltag. Die Bundeswehr ist fest verwurzelt in Brandenburg und bietet vielen Brandenburgern eine Arbeitsperspektive“, sagte der Minister heute beim „Tag der Bundeswehr“ in Schönewalde (Landkreis Elbe-Elster).

Beim „Tag der Bundeswehr“ präsentierte sich die Truppe an bundesweit 16 Standorten. Für den Besuchertag im brandenburgischen Schönewalde hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke die Schirmherrschaft übernommen. Es wurden bis zu 50.000 Interessenten erwartet.

Die Bundeswehr betreibt in Schönewalde den Fliegerhorst Holzdorf, der auch ins benachbarte Sachsen-Anhalt reicht. Mit etwa 2.150 militärischen und zivilen Beschäftigten ist die Bundeswehr einer der größten Arbeitgeber der Region.

Schröter betonte: „Die Bundeswehr ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Vor allem aber ist sie einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. Das freut mich besonders, denn so werden in einem eher dünn besiedelten Gebiet gute Perspektiven für junge Menschen geschaffen. Derzeit werden hier allein fast 50 junge Leute zum Elektroniker für Geräte und System ausgebildet. Das ebenfalls im Süden des Landes ansässige Bundeswehrdienstleistungszentrum Doberlug-Kirchhain bildet zudem 150 junge Leute in Verwaltungs- und Technikberufen aus. Das sind alles Berufe, die auch im zivilen Leben gefragt sind.“

Schröter lobte zugleich die hervorragende regionale Verankerung der Bundeswehr: „Hier im Süden des Landes wird das zivil-militärische Miteinander gelebt. Die Soldatinnen und Soldaten sind hier nicht nur im Dienst, sie sind hier auch Zuhause. Und umgekehrt betrachten die Bürger die Truppe hier als ‚ihre‘ Bundeswehr.“

Auch das Engagement der Bundeswehr im bundesweit einzigartigen länderübergreifenden „Städtebund Elbe-Elsteraue“ sei vorbildlich: „Dieser Verbund von Städten beidseits der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt macht schon lange das, was ich mir unter enger kommunaler Kooperation vorstelle. Die Städte ziehen an einem Strang, wenn es um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region geht. Sie stimmen sich ab, wenn es darum geht, die Infrastruktur auszubauen oder den öffentlichen Nahverkehr zu optimieren. Sie legen gemeinsam Schwerpunkte der Wirtschaftsförderung fest und erarbeiten zusammen Kultur- und Tourismusangebote mit überregionaler Bedeutung. Und der Fliegerhorst ist dabei praktisch der Mittelpunkt des Ganzen.“

Hintergrund:

Am Fliegerhorst Holzdorf sind die „Lufttransportgruppe Hubschraubergeschwader 64“ und der „Einsatzführungsbereich 3“ der Bundeswehr stationiert. Die Lufttransportgruppe betreibt nach Angaben der Bundeswehr am Standort 20 Hubschrauber. Sie wird seit März von Oberstleutnant Knut Brantin geführt. Der Einsatzführungsbereich überwacht den Luftraum im Osten Deutschlands und betreibt dazu mehrere Radarstationen. Er wird seit 2016 von Oberst Mario Herzer geleitet.

In den vergangenen Jahren haben Soldatinnen und Soldaten des Standortes mehrfach bei Katastropheneinsätzen geholfen. Unter anderem waren sie maßgeblich an der Bekämpfung der Elbehochwasser 2002 und 2013 sowie der Hochwasser an der Schwarzen Elster 2006, 2010 und 2013 beteiligt. Bei der Elbe-Flutkatastrophe im Juni 2013 waren etwa 400 Soldaten am Deich und mit Hubschraubern im Katastropheneinsatz.

Im Alltag und sofern der militärische Dienst nicht beeinträchtigt wird, können Anlagen des Fliegerhorstes wie Hallenbad, Sportplatz oder Tagungsräume von Schulen, Behörden, Organisationen und Vereinen aus der Region genutzt werden. Zudem unterhalten die am Fliegerhorst stationierten Verbände Patenschaften mit den Städten Schönewalde und Herzberg.

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei:
Schröter betont Bedeutung der Bundeswehr als Partner von Land und Kommunen

Verantwortlich: Ingo Decker

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